Krankenhäuser sind Teil der kritischen Infrastruktur. Doch in vielen Kliniken Ostwestfalen-Lippes herrscht ausgerechnet in den Chefetagen Unruhe: Führungspositionen bleiben lange unbesetzt, Geschäftsführungen wechseln, Aufsichtsräte geraten unter Druck – und gleichzeitig schreiben zahlreiche Häuser rote Zahlen.
Externe Fachleute und Klinikinsider zeichnen ein alarmierendes Bild. Häufig fehlten in den Kontrollgremien die nötigen Fachkenntnisse, weil dort vor allem Lokalpolitiker über die Zukunft der Häuser mitentscheiden. Dazu kommen Konflikte zwischen Aufsichtsräten und Geschäftsführungen, ein Mangel an geeigneten Führungskräften und ein kaum durchschaubares System aus Beratern.
Besonders betroffen sind kommunale und frei-gemeinnützige Kliniken – also Häuser in öffentlicher, kirchlicher oder stiftungsgebundener Trägerschaft. Dabei stehen sie ohnehin massiv unter Druck: Bundes- und Landespolitik verändern die Rahmenbedingungen, während die wirtschaftliche Lage vieler Standorte immer schwieriger wird.
Wie instabil die Führungsstrukturen in OWL teilweise sind, zeigt ein Blick auf mehrere große Klinikstandorte der Region. Bei den Mühlenkreiskliniken etwa blieb der zweite Vorstandsposten über Jahre unbesetzt – obwohl die Satzung ein zweites Vorstandsmitglied vorsieht.
Welche Kliniken besonders häufig ihre Spitzen wechseln, wo Posten vakant blieben und welcher Standort als Positivbeispiel gilt, schreibt der NW im vollständigen Artikel:
https://www.nw.de/nachrichten/zwischen_weser_und_rhein/24399639_Krise-kommunaler-Krankenhaeuser-In-diesen-OWL-Kliniken-gab-es-bereits-Fuehrungswechsel.html
Schritt 2 ist geschafft: Das Bürgerbegehren ist eingereicht. Jetzt erstellt die Kreisverwaltung die Kostenschätzung.