Landesweit kämpfen viele Krankenhäuser ums Überleben

Wie ausgebrannt ist die deutsche Krankenhauslandschaft? Die Zahlen aus dem Krankenhaus-Konjunkturbarometer alarmieren: Nur neun Prozent der Kliniken können ihre laufenden Ausgaben dauerhaft aus eigenen flüssigen Mitteln finanzieren. Bei den meisten reicht das Geld im Durchschnitt gerade noch für sechs Wochen Betrieb.

Insolvenzverwalter und Sanierungsexperten benennen mehrere Ursachen für die dramatische Lage. Energie, Material und Personal sind deutlich teurer geworden. Gleichzeitig verschärft der Fachkräftemangel den Wettbewerb um Ärzte und Pflegekräfte – und treibt die Gehälter weiter nach oben. Allein rund 8000 Ärzte fehlen nach Einschätzung von Fachleuten.

Zusätzlichen Druck bringt die geplante Reform zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge. Sie könnte die Umsätze und Ergebnisse der Krankenhäuser um fünf bis sechs Prozent drücken und damit weitere Insolvenzen auslösen.

Doch die Krise hat nicht nur finanzielle Gründe. Experten sehen in manchen Regionen zu viele Krankenhausbetten und eine notwendige Konsolidierung, die politisch ausgebremst wird. Während wohlhabende Kommunen ihre Häuser stützen können, droht in finanzschwachen Regionen das Aus – selbst dort, wo die Kliniken dringend gebraucht werden.

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